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+++ Neue Lehrveranstaltungen im WS 19/20 online +++

 

 

 


Karlsruher Institut für Technologie

Fakultät für Architektur
arch.lab

Raum 018/Sekretariat 015
Campus Süd, Gebäude 11.40
Englerstrasse 11
76131 Karlsruhe

Kontakt:
Dr. Peter Zeile

Tel. 0721-608 42181
peter zeilePvb3∂kit edu

lab.arch.kit.edu


Sekretariat
Raum 015 / Gebäude 015 
Frau Schweitzer
Tel. 0721-608-42181
Fax 0721 – 608-46270 

Anfahrtskizze als pdf

 

BAU AUF!

Innovative Materialien mit keramischem 3D-Druck
Böhm
Dipl. Des. Sandra Böhm, Fachgebiet Nachhaltiges Bauen, Prof. Dirk Hebel
dienstags, 14.00 – 15.30 Uhr 
Präsentation: 19.02.19, Abgabe: 26.02.19
Gebäude 11.40, Seminarraum 026
6 Plätze, Anmeldeverfahren 
 
Das Brennen von Ton ist untrennbar mit der Entwicklung der menschlichen Zivilisation verbunden. Die Herstellung keramischer Gebrauchsgegenstände und Baumaterialien hat sich über zehntausende von Jahren immer wieder weiterentwickelt. Dennoch haben sich die wesentlichen Bestandteile des Materials sowie die Herstellungsmethoden in ihrem Wesen kaum verändert.
 
Nachdem Keramik über eine lange Zeit hinweg meist für pragmatische Baulösungen eingesetzt wurde, erlangt es heute durch eine Reihe innovativer Technologien einen neuen Stellenwert innerhalb der Architektur. Diese Neuerungen sind in der Fertigungs-, Werkstoff- als auch in der Befestigungstechnik zu finden. Digitale Fabrikationen, computergesteuerte Brennöfen oder der Einsatz von Robotertechnik in der Konstruktion sorgen für andersartige Anwendungsfelder und auch Erscheinungsbilder. Statt Massenfertigung, sind nun individuelle Lösungen für einzelne Gebäude möglich. Diese jüngsten Entwicklungen ermöglichen es Architekten Material- und Funktionssysteme zu verknüpfen, die neben einer neuen Ästhetik auch in Konstruktion und Funktion weit über das standardisiert hergestellte Baumaterial hinausgehen. Das Seminar wird einige dieser Ansätze beleuchten. Dabei bieten generative Technologien auch bezüglich einer ressourceneffizienten Produktion hohe Potentiale. Denn der schichtweise additive Fertigungsprozess macht Material nur dort notwendig, wo es aufgrund der ästhetischen Kriterien und mechanischen Belastung auch benötigt wird. Das Thema Ressourceneinsparung und digitale Fabrikation von traditionellen Baumaterialien bietet hier ungeahnte Möglichkeiten.
 
Das Seminar befasst sich mit traditionellen und neuen Herstellungsmethoden keramischer Werkstoffe, zeigt aktuelle Ansätze der Bauindustrie auf und führt spielerisch und empirisch in die Praxis der Materialforschung ein. Nach einer anfänglichen Recherche, wird das Material Keramik in experimenteller Arbeitsweise erforscht, dabei entwickeln die Studierenden eigene Projektideen, die mittels eines Keramik-3D-Druckers in der Karlsruher Majolika umgesetzt werden können.
 
Ziel des Seminars ist es ein keramisches Baumaterial zu entwickeln, dass die Möglichkeiten des 3D-Drucks auf intelligente Weise nutzt. Die Herstellung mittels 3D-Druck soll also im Aufbau, in der Struktur oder der Materialität begründet sein. So spielt die Materialzusammensetzung bei der Produktentwicklung eine grosse Rolle. Neben den verschiedenen keramischen Massen sollen auch ungewöhnliche Stoffe beim Experimentieren berücksichtigt werden, beispielsweise Recyclingmaterialien, wie mineralischer Bauschutt oder Recycling-Sanitärkeramik, oder Zusätze wie Holzspäne.